Philosophie

– oder wie ich auf den Hund kam

Meinen ersten Hund bekam ich mit 14 Jahren, nachdem ich bereits erste Erfahrungen mit Pflegehunden gesammelt hatte. Meine Dackelhündin Flöhchen und ich waren ein eingespieltes Team, sie kannte Grundkommandos, lief meistens ohne Leine und wurde über 15 Jahre alt. Wir waren überall gern gesehen, ab und an meckerte mal jemand über einen Hund, aber alles in allem war es ein entspanntes Zusammenleben zwischen Hundehaltern, Nichthundehaltern und Hunden. Das war in den 1980ern und 1990ern.

Nach Flöhchens Tod lebte ich neun Jahre ohne Hund und als ich 2008 wieder glückliche Hundebesitzerin wurde, realisierte ich sehr schnell, dass sich die Stimmung grundlegend verändert hatte: auf der einen Seite Hundehalter, auf der anderen Nichthundehalter. Und dazwischen, als Leittragende, die Hunde. Auf der einen Seite ein millionenschwerer Markt rund um den Hund, in dem es einiges Gutes für Hund und Halter gibt, viel Sinnloses, was Hund zum Glücklichsein nicht braucht, und manche „Hundeliebe“ die keine ist und auch dem Hund nicht gerecht wird. Auf der anderen Seite ein Hundehass, der einen teilweise erschrecken lässt und der so manchen menschlichen Abgrund zu Tage bringt.

In diesem Spannungsfeld ist die Hundehaltung heute nicht einfach. Und trotzdem will ich – und wollen Sie – auf dieses wunderbare bereichernde Zusammenleben mit Hund(en) nicht verzichten.

Die Hundetrainerin Martina-Alexandra Schlautmann bei der Arbeit mit Hunden.
Ganz harmonisch: Martina und ihre Trainingshunde.

Genau hier setzt meine Arbeit an: Ich begleite und unterstütze Sie beim Aufbau Ihrer persönlichen Mensch-Hund-Beziehung und für ein entspanntes Miteinander in unserer Gesellschaft. Dabei geht es um viel mehr als um die Formalismen Sitz-Platz-Fuß. Denn genau so wie ein Mensch, der die Tischmanieren „par excellence“ beherrscht, nicht automatisch ein gut sozialisierter Mitmensch ist, genauso wenig ist ein Hund, der diese Formalismen beherrscht, ein gut sozialisierter Hund.

Ihre Beziehung bietet den Rahmen, in dem sich der Hund möglichst frei und artgerecht bewegen kann, in der er Regeln kennt und akzeptiert und in dem Sie kompetent und verantwortungsvoll mit Ihrem Hund leben und interagieren. Es bedeutet auch, Konflikte zu erkennen und anzunehmen, und mit dem Hund im Konflikt ein gewünschtes Alternativverhalten zu trainieren und zu generalisieren.